Bauer Lipp Ihr Spargel- und Erdbeerbauer, Steinbrücker Hof, Weiterstadt.

Anbau und Ernte des Spargels

Der hohe Verkaufspreis des Spargels erklärt sich mit der sehr aufwendigen Arbeit mit der Spargelkultur. Von der Saat bis zur Erntreifen Spargelstange vergeht viel Zeit. Im Frühjahr werden Samenkörner des Spargels mit großem technischen Aufwand gelegt. Das ganze Jahr muss genau darauf geachtet werden, dass keine Pilzinfektionen, Würmer o.ä. den Austrieb an den kleinen Spargeln schädigen. Im darauf folgenden Jahr wird die Spargelpflanze dann gerodet, nach Klassen sortiert und schließlich wieder gepflanzt.


Spargelfeld
 
Die Pflanze wird 20 bis 22 cm tief in die Erde gesetzt, damit die Wurzel beim stechen der Spargelstange nicht so leicht beschädigt werden kann. Gepflanzt wird der Spargel im Frühjahr. In diesem Jahr kann noch kein Spargel geerntet werden. Wieder ist dafür zu sorgen, dass keine Schäden durch z.B. Trockenheit entstehen. Den Spargel läßt man in diesem Jahr wachsen, d.h. die Spargelstange (= Sprosse der Spargelpflanze) kann austreiben und es entsteht das Spargelkraut. In dieser Zeit sammelt die Wurzel Kraft für das nächste Erntejahr.

 

Im Herbst stirbt dann das Spargelkraut ab. Die Pflanze rüstet sich für den Winter.

 


Spargelkraut

Im zweiten Jahr ist es dann soweit, der Spargel wächst ab Mitte April, je nach Witterung. Von jeder Pflanze darf nur eine Stange geerntet werden. Diese Saison dauert nur ca. 10 Tage. Im dritten Jahr kann die Spargelanlage schon ca. 30 Tage geerntet werden und ab dem vierten Standjahr ist eine Ernte bis zum 24. Juni möglich. Die Spargelsaison beträgt also etwa 7 bis 8 Wochen.

Die Spargelstange darf nicht überlastet, d.h. zu viele Stangen geerntet, werden. Schäden, die man der Pflanze auf diese Art zufügt, sind in den folgenden Jahren kaum wieder zu beheben.

Eine Spargelanlage kann, je nach Intensität der Nutzung, bis zu 10 Jahre genutzt werden.


Spargel - reif zum Stechen

Für den Spargelanbau eignen sich leichtere, humushaltige Sandböden. Sie sind gut zu bearbeiten und erwärmen sich im Frühjahr schnell. Infolgedessen kommt es zu einem frühzeitigen Austrieb. In den Sandböden ist auch ein leichtes Stechen der Spargel möglich. Gute Spargelböden müssen frei von Steinen, Quecken und anderen Wurzelkräutern sein.

Spargel stellt hohe Anforderungen an eine gleichmäßige und gute Wasserversorgung. Diese ist in Weiterstadt und den Stadtteilen durch die örtlichen Beregnungsverbände gewährleistet.

 
Ein Spargeldamm von innen

Spargel werden in Reihen angepflanzt. Der Reihenabstand muss mindestens 1,60 m betragen. Zum Ernten der Spargelstangen wird über den Pflanzenreihen ein Damm errichtet. Hierbei müssen die Reihen markiert werden damit der Damm immer genau über der Spargelpflanze liegt. Besonders muss darauf geachtet werden, dass die Wurzel nicht beschädigt wird.

 

Die Spargelernte

 
Die deutsche, weiße Spargelstange, wie wir sie kennen, ist die Sprosse der Spargelpflanze. Damit diese Sprosse weiß bleibt, muss sie unter der Erde geerntet werden. Für diesen Zweck müssen die Spargeldämme genau beobachtet und auf Risse untersucht werden. Diese Risse kündigen den bevorstehenden Austrieb des Spargels an.

2 mal täglich wird jeder Damm abgelaufen. Hat das geschulte Auge des "Spargelstechers" so ein Riss entdeckt, wird die Stange ausgegraben und mit dem Spargelmesser abgestochen. Dabei muss auf zwei Dinge besonders geachtet werden:
 
  1. Die Spargelstange darf nicht zu lang abgestochen werden. Hier besteht die Gefahr dass man zu nah an die Wurzel kommt. Dort ist die Spargelstange holzig. Außerdem kann die Wurzel leicht beschädigt werden.
  2. muss darauf geachtet werden, dass andere, auf der selben Wurzel wachsende Spargelstangen, nicht beschädigt werden. Dadurch kann der Spargel schnell bitter werden.


Spargel wird gestochen

Nach dem Spargelstechen muss das Loch im Damm wieder mit Erde gefüllt und mit der Kelle geglättet werden.

Damit diese Arbeit sorgfältig und gewissenhaft geschieht, werden unsere Saisonarbeiter jedes Jahr zu Beginn der Saison wieder geschult.